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Praktische Antworten

Was ist Pulverbeschichten von Metall

Erfahren Sie, wie eine Pulverbeschichtung aufgebracht wird, warum die Vorbehandlung wichtig ist und was bei Farbe und Einsatzort zu klären ist.

Auftragen einer Pulverbeschichtung mit einer Sprühpistole auf eine Metallplatte

Elektrostatischer Auftrag einer Pulverbeschichtung auf eine Metalloberfläche

Pulverbeschichten ist ein trockenes Verfahren für schützende und dekorative Beschichtungen auf Metall. Anstelle eines flüssigen Lacks wird ein feines Pulver auf die vorbereitete Oberfläche aufgebracht und anschließend unter Wärme ausgehärtet.

Das Ergebnis hängt nicht nur von der gewählten Farbe ab. Die Vorbereitung des Untergrunds, ein geeignetes Beschichtungssystem für die jeweilige Umgebung und das korrekte Einbrennen sind für die fertige Oberfläche ebenso wichtig.

Wie läuft das Pulverbeschichten ab

Nach Reinigung und Vorbehandlung wird das Pulver meist mit einer elektrostatischen Sprühpistole auf das geerdete Metallteil aufgetragen. Die geladenen Partikel haften zunächst an der Oberfläche. Danach kommt das Werkstück in einen Ofen, wo das Pulver schmilzt und eine geschlossene Schicht bildet.

Die genaue Einbrennbedingung richtet sich nach dem verwendeten Produkt und dem Werkstück. Deshalb darf nicht für jedes Bauteil pauschal dieselbe Temperatur und Zeit angenommen werden.

Warum ist die Vorbehandlung so wichtig

Eine Beschichtung kann Fett, Rost, Staub oder einen ungeeigneten Untergrund nicht ausgleichen. Die Vorbehandlung schafft eine saubere und geeignete Oberfläche, mit der sich das Pulver gleichmäßig verbinden kann.

Der genaue Ablauf richtet sich nach Metall, Umgebung und Anforderung. Bei Bauteilen im Außenbereich gehört die Vorbehandlung zum gesamten Schutzsystem und ist mehr als ein rein optischer Arbeitsschritt.

Wie werden Farbe und Struktur gewählt

Der Farbton wird meist nach einem Farbsystem oder anhand eines Musters festgelegt. Zusätzlich lassen sich matte, seidenglänzende oder glänzende Oberflächen und unterschiedliche Strukturen vereinbaren. Licht, Oberflächenstruktur und Größe des Bauteils beeinflussen die Wahrnehmung des Farbtons.

Wenn mehrere Bauteile gleich aussehen sollen, sollten Farbton, Pulverprodukt und Oberflächenwirkung gemeinsam festgelegt werden. Eine allgemeine Angabe wie Schwarz oder Grau ist dafür möglicherweise nicht genau genug.

Eignet sich die Beschichtung für außen

Pulverbeschichtungen können im Außenbereich eingesetzt werden. Nicht jedes System ist jedoch für dieselben Bedingungen vorgesehen. Entscheidend sind der Grundwerkstoff, die Vorbehandlung, das gewählte Pulversystem, die konstruktiven Details und die spätere Umgebung.

Bei Geländern, Zäunen und Toren sollte bereits in der Anfrage stehen, dass das Bauteil außen verwendet wird. So kann diese Anforderung bei der Oberflächenbehandlung berücksichtigt werden.

Lässt sich Pulverbeschichtung mit Verzinkung kombinieren

Es gibt Systeme, bei denen verzinkter Stahl zusätzlich organisch beschichtet wird. Verträglichkeit, Vorbereitung und Reihenfolge müssen vorab mit den beteiligten Fachbetrieben geklärt werden. Nicht jede Oberfläche kann ohne passende Vorbereitung zuverlässig beschichtet werden.

Eine solche Kombination sollte nicht allein nach der gewünschten Optik gewählt werden. Sie muss zur Umgebung, zur Konstruktion und zur vorgesehenen Nutzung passen.

Was sollte in einer Anfrage stehen

Hilfreich sind Angaben dazu, ob das Bauteil innen oder außen eingesetzt wird, welcher Farbton und welche Oberflächenwirkung gewünscht sind und ob es zu bestehenden Elementen passen muss. Eine vorhandene Planung oder ein Farbmuster kann der Anfrage beigefügt werden.

So wird die Oberflächenbehandlung als Teil des Bauteils geplant und nicht erst nach Abschluss der Fertigung entschieden.

Geprüfte Quellen

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